Rabarama Skin Art trifft auf Meran

Kunstwerke die zum Leben erwachen, tanzen, versuchen sich auszudrücken, schreien und Emotionen transportieren. All dies erlebte man am 29.08.2015 beim Rabarama Skin Festival im Kurhaus in Meran.

Ich war anfänglich nicht sonderlich angetan, ausgenommen vom äußerst preisgünstigen Eintritt von 5 Euro. Der famose Meraner Kursaal im Stadtzentrum war leer, kaum Zuschauer und effiziente Werbung war mir auch nicht aufgefallen. Für mich unterwartet vergingen kaum 10 Minuten und ich wurde mitgenommen auf eine Reise voller Emotionen und Schmerz. Es handelte sich um die Kunst des Bodypainting. Auf (fast) nackten Körpern, verwirklichten sich diese faszinierenden Künstler für ein paar Stunden und erschufen, zum Leben erwachte, Kunstwerke.  Eine äußerst aufwendige Arbeit die von Model und Künstler höchste Konzentration forderte. Es gab zwei Kategorien, erstere für junge Newcomer und zweitere für erfahrene Bodypainter. Schon bei dem ersten Auftritt bekam ich Gänsehaut, jeder Künstler hatte eine Performance mit seinem Kunstwerk vorbereitet um die Geschichte dahinter zu erzählen und das Publikum einzubinden und mitzureißen. Die Künstler hatten auf  individuelle und einzigartige Weise ein Gesamtwerk erschaffen, von der Kunstbemalung selbst bis zur begleitenden Musikauswahl für die Auftritte. Die Models waren wie  in ein Kleid gehüllt, das sich aus wunderschönen Bildern und Abstrakten Figuren formte. Ich hatte das Gefühl, dass die wirklich Nackten an jenem Abend die Künstler selbst waren. Sie legten ihre Seele offen vor uns aus, zugänglich für uns alle. Ihre Ängste, ihre Stärken, ihre Gefühle konnte jeder im Publikum am eigenen Leib spüren, sofern man sich drauf einließ, so wie ich es tat. Meran hat ein weiteres Mal bewiesen, dass auch internationale Kunst hier ihren wohlverdienten Platz findet.

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